November 22, 2017

Foto: Michael Jänecke

Willkommen

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…bei uns ist jeder willkommen, der sich beteiligen möchte, die Berliner Chorszene künstlerisch und musikalisch im Rahmen chorsinfonischer Konzerte in renommierten Berliner Konzertsälen mitzugestalten. Unserer Tradition fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet, möchten uns jedoch auch der Herausforderung innovativer Aufgaben stellen. Jung und alt sind wir gleichermaßen. Uns verbindet wie einst der Wunsch, durch Musik unser Publikum berühren zu wollen. Dass Kunst und Bildung eine nahezu brüderliche Einheit bilden, zeigt sich in der Erarbeitung und Einstudierung der Werke, die wir unseren Zuhörern nahe bringen möchten… »»

Presse

"...Nach der Pause kamen die Singakademie Potsdam und der Berliner Oratorien-Chor zum großen sängerischen und gestalterischen Einsatz. Auf dem Programm stand „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in einer warm getönten Interpretation durch Thomas Hennig... Der große Chor erwies sich als ein differenziert nuancierender Klangkörper, der vor allem bei den großen Ausbrüchen, so bei „Denn es wird die Posaune erschallen“ und „Tod, wo ist dein Stachel“, nichts schuldig blieb. Auch die Fugen waren klar strukturiert und kraftvoll gestaltet. Fast kammermusikalisch geriet „Wie lieblich sind deine Wohnungen“. Ein besonderes Lob verdient die auffallende Textverständlichkeit..."

Tagesspiegel Potsdamer - Reformation und Requiem (6.11.2017, zum Konzert Berlin und Reformation)

Aktuelles

Thomas Hennig

Abschied einer Epoche

Es gibt im 19. Jahrhundert nur wenige große Werke für Chor und Orchester, die sich auf den ersten Blick so unspektakulär präsentieren, wie das Requiem op. 89 von Dvorak. Biographische Anekdoten zum Anlass oder Auftrag der Komposition sucht man vergebens. Das zwischen 1876 und 1877 entstandene ‚Stabat mater‘ hingegen war mit der Lebenssituation des Komponisten ganz eng verbunden und ließ die unverhohlene Betroffenheit Dvoraks gegenüber der Textvorlage deutlich erkennen. Die Uraufführung in Birmingham wurde zu einem sensationellen Erfolg und … »»

Thomas Hennig

Schuberts Nachlass, ein sinfonisches Vermächtnis

In einem Brief vom 21. Februar 1828 an den Verlag Schott in Mainz verweist Schubert auf eine Liste mit eigenen Kompositionen, die er für besonders wertvoll hielt und die bislang keine Würdigung der Veröffentlichung in Druck oder Aufführung erfahren hatten.Neben drei Opern, preist Schubert hier insbesondere seine As-Dur-Messe und die 1825 begonnene C-Dur-Sinfonie, die ‚Große‘ an, wobei der Namenszusatz natürlich nicht von Schubert selbst ist und lediglich die Unterscheidung zur 6. Sinfonie D. 589 verdeutlichen soll. Bis zu dieser besagten 6. Sinfonie… »»

Thomas Hennig

Die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbei gekommen

Bildungsreisen waren im 19. Jahrhundert ein Privileg. Dennoch war dieser Luxus für die Familie Mendelssohn durchaus mehr als nur ein Statussymbol wohlhabender Bürger. Humanistische Bildung und eine ‘kosmopolitische’ Grundhaltung bildeten unabdingbare Bausteine innerhalb der Erziehung, insbesondere den Sohn Felix betreffend. Der außerordentlich sprachbegabte junge Komponist wurde in die Welt geschickt, sich zu ‘verorten’, um den richtigen, der Karriere förderlichen Platz zu finden. Er kehrte aus Überzeugung heim und wurde zu einem entschieden… »»