Februar 23, 2012

Ausblick

Hier finden Sie die Informationen zu allen geplanten Konzertterminen des Berliner Oratorien-Chores.

“Lacrimosa – Miserere”. Werke von F.Poulenc, T.Hennig, H.Weiss, W.A.Mozart

Francis Poulenc (1899-1963)
Litanies à la Vierge Noire
für Frauenchor, Streichorchester und Pauke
               
Thomas Hennig (1964)
Lacrimosa (2011, UA)
für Orchester
               
Harald Weiss (1949)
Requiem
für Sopran, Tenor, Flügelhorn, gemischten Chor
und Kammerorchester
(gekürzte Fassung, UA)
               
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Davide Penitente (siehe Goße Messe in c-Moll)
Kantate für Soli, Chor und Orchester, KV 469

Litaniae de venerabili altaris Sacramento
für Soli, Chor und Orchester, KV 243
Ausführende:

Berliner Oratorien-Chor

Marietta Zumbült, Sopran
Franziska Blazey, Sopran
Kai-Ingo Rudolph, Tenor

Preußisches Kammerorchester
in sinfonischer Besetzung

Leitung Thomas Hennig

Das Motiv des Konzertes ergibt sich aus den aufgeführten Werken: Das “Lacrimosa” ist Bestandteil des liturgischen Requiem-Textes, und das Requiem ist eine Totenmesse. Auch die “Litanie à la Vierge Noire” ist in gewissem Sinne eine “Totenmusik” – Poulenc hat sie aus Anlass des Todes seines Freundes komponiert.
Die Düsternis, die über einem Requiem liegt, wird durch die Textauswahl zum Requiem von Harald Weiss gemildert. Er selber sagt dazu: “Bei der Auswahl der Texts habe ich mich von der Idee des “Loslassens” treiben und inspirieren lassen. Es erscheint mir als einer der wesentlichen Aspekte beim Sterben, aber auch im Leben.-….- Da wir das Loslassen spätestens in der Stunde des Todes praktizieren werden, könnten wir vielleicht im Leben schon einmal damit beginnen.”
Zwischen diesen beiden Werken, (Litanie von Poulenc aus dem Jahre 1936 und Requiem von Weiss als Uraufführung) steht ein weiteres zeitgenössisches Werk, das “Lacrimosa” für Orchester von Thomas Hennig. Es soll vielleicht einmal Teil eines “Stabat Mater” werden und wird in unserem Konzert zum ersten Mal aufgeführt.
Der zweite Teil des Titels “miserere” bezieht sich direkt auf das letzte Werk des Konzertes: Litaneien sind in der katholischen Kirche Kettengebete, in denen um die Gnade Gottes gebeten wird: “Miserere nobis, Erbarme Dich unser”. Bekannt ist diese Formel aus dem Messtext: “Kyrie eleison, Christe eleison”, “Herr erbarme Dich, Christus, erbarme Dich” – und diese Bitte kann man an viele und vieles stellen: Wir haben es in der Litanie des ersten Teiles schon gehört: dort wird die “Vierge Noire” wiederholt gebeten: “Priez pour nous”, “bete für uns”, was man ohne weiteres auch mit “Erbarme Dich unser” übersetzen kann, was nun wiederum genau die Übersetzung von “miserere” ist. Und da sind wir schon am Anfang des Konzertes auch beim miserere. Bei Poulenc ist es Maria in verschiedenen Bezeichnungen, die gebeten wird, für uns zu beten, sich unser zu erbarmen; oft sind es Heilige, bei Mozart sind es Gott Vater und Sohn in verschiedenen sakralen Umschreibungen, so kommen die “Kettengebete” zustande.
Davor steht der “Davide penitente”, der bußwillige David. Wer Buße tut bittet gewissermaßen auch um Gnade, also auch hier wieder das “miserere”.
Wenn manchem der Zuhörer der “Davide penitente” bekannt vorkommt – nicht wundern: Es ist die genaue Übernahme der Musik des “Kyrie” und “Gloria” aus der “Großen c-moll Messe”, erweitert um zwei Arien und unterlegt mit einem italienischen Text, der möglicherweise von Lorenzo da Ponte stammt, dem Librettisten des” Don Giovanni” und des “Figaro”.

Weitere Infos zu den Werken

[Weiterlesen...]

Anton Bruckner: Psalm 150, Te Deum, Messe f-moll

~ Psalm 150~
für Sopran, Chor und Orchester
~ Te Deum ~
für Soli, Chor und Orchester
~ Messe f-moll ~
für Soli, Chor und Orchester
Berliner Oratorien-Chor
Preußisches Kammerorchester in sinfonischer Besetzung
Leitung Thomas Hennig